RAQUEL ERDTMANN

Deutschlandfunk Kultur. JSO in der Lesart mit Christian Rabhansl.

»Raquel Erdtmann nimmt sich den Aufsehen erregenden Fall des 1738 hingerichteten „Hofjuden“ und herzoglichen Finanzberaters aus einer ungewöhnlichen – und ungewöhnlich reizvollen – Perspektive vor…«
Dirk Schümer in der Literarischen Welt.

»In diesen Jahren hat sie sich eine überragende Souveränität im Umgang mit den verwickelten und verzweigten Geschehnissen um Oppenheimer angeeignet. Diese Souveränität zeigt sich in ihrer Sprache: anschaulich, pointiert, manchmal witzig und nicht selten sarkastisch. Allein deswegen lohnt sich die Lektüre.«
Stephan Wehowsky, Channel21, Schweiz.

»Souverän bringt sie historische Quellen und ihren eigenen Tonfall, der klar und manchmal auch wunderbar salopp ist, zusammen.«
Alexander Jürgs, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Was aber ihrer neuen Monografie „Joseph Süßkind Oppenheimer – Ein Justizmord“ neben den einschlägigen biografischen und historiografischen Aufarbeitungen einen Platz sichert, ist die Form der Darstellung: ein freier kommentierender Stil, der sich beißendem Witz so wenig enthält wie bitterer Ironie – und doch nichts als die Quellen sprechen lässt…
Der, dem zu Lebzeiten ein wirksamer Rechtsbeistand verweigert oder nur pro forma gewährt worden war, findet in ihr endlich eine versierte Anwältin, die die so lange unterschlagenen Fakten im Licht der politischen, sozioökonomischen, kulturellen Umbrüche und Kontinuitäten zur Geltung bringt.«
Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

Gerichtsverhandlungen, Strafrecht und das Schreiben darüber…
Ein Interview auf dem Braunschweiger Krimifestival.

Der Hessische Rundfunk berichtete in der Sendung »Hauptsache Kultur« am 18. April 2019 über meine Arbeit. 

Ein Porträt in der JÜDISCHE ALLGEMEINE vom 23.11.2019

Vom Etikett „Edelkolumnistin“ sollte man sich bei Raquel Erdtmann nicht abschrecken lassen. „Und ich würde es wieder tun“, ihre Gerichtsreportagen, die zuerst als Beiträge für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung erschienen, sind angenehm unparfümiert – anders als bei Schirach, dessen Texte gern mit einem Spritzer „Eau Starker Max“ kommen. Raquel Erdtmann tut nicht allwissend, sie schreibt aus der Perspektive einer Prozessbeobachterin, hat den Blick einer Schauspielerin und Installationskünstlerin (was sie beides ist) für das zur Aufführung kommende Drama und für manch erhellende Verästelung. Manche Prozesse gleichen einer Oper, manche handeln von kleinen Würstchen, andere machen ziemlich sprach- oder ratlos. Nicht immer gelingt die Sache mit der Gerechtigkeit vor Gericht, die vollständige Klärung der Motive oder eine eineindeutigen Schuldzuweisung. Die Delikte, deren juristischer Bewältigung die Autorin beiwohnt, sind klein und groß, komisch und entsetzlich oder einfach seltsam. Da gibt es großangelegten, schockierenden Betrug mit nicht koscherem Fleisch, einen Rentner, der seinen Mercedes als Tatwaffe einsetzt, einen Heiratsschwindler wie aus dem Groschenroman, das Töten von Wirbeltieren ohne vernünftigen Grund (26 Schlangen, 27 überleben es), einen 82 Jahre alten Vergewaltiger – in der Ehe, einen Täter, der über sich selbst entsetzt ist, Beziehungen mit gewaltsamem Ende, Liebesgeschichten mit ungutem Ausgang, einen IS-Kämpfer und ein deutsches Street-Girl, einen Schlepper-Prozess oder manch atemberaubende Herzlosigkeit, auch sich selbst gegenüber.
CULTurMag, 1.Mai 2019

Rezension von Christian Beisenherz, WDR2

»Wenn Raquel Erdtmann über Gerichtsverhandlungen schreibt, dann lässt einen das nicht kalt. Dabei sind es nicht einmal die ganz großen Fälle, denen sie sich widmet, sondern Straßenraub, Einbrüche, aus dem Ruder geratene Streitereien. Erdtmann guckt darauf, was diese Fälle mit Tätern und Opfern machen, beschreibt ganz präzise die Beteiligten, das Drumherum. Tatsächlich lesen sich ihre Texte, die in der Sonntagsausgabe dieser Zeitung erscheinen, oft so, als wäre man beim Prozess dabei, als würde man mit im Gerichtssaal sitzen. Der Frankfurter S. Fischer Verlag hat aus einigen ihrer Reportagen nun ein Buch mit dem Titel „Und ich würde es wieder tun“ gemacht (…)«
F.A.Z., 4. April 2019

»Dicht, nah dran und dennoch bemerkenswert sachlich.«
Susanne Lamprecht, Donaukurier 7. Februar 2019

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